Kinesiologin

„Heilung geschieht durch Berührung“

“ Es gibt Zeiten im Leben, in denen wir in einer Sinnkrise stecken und scheinbar nicht weiterkommen. Etwas in uns selbst hält uns zurück, das zu leben, was wir wirklich sind. Wir fühlen uns, als würden wir stagnieren. Ursache dafür sind oft im Körper gespeicherte negative Erfahrungen, die uns oft gar nicht mehr bewusst sind und die wir nicht mithilfe des Verstandes überwinden können.“

(Karin Ittenbach)

Gabriele immerschön und Karin Ittenbach, Kinesiologin

Karin Ittenbach ist Inhaberin der Fachpraxis für Kinesiologie in Siegburg. Ein Fachgebiet, über das ich unbedingt mehr erfahren möchte, denn bisher bin ich darüber recht uninformiert. Klar war mir, dass die Kinesiologie ein alternativ-medizinisches Diagnose- und Behandlungskonzept aus dem Bereich der Körpertherapie ist. Aber wie schaut das genau aus und wie kommt Karin zu diesem Beruf? Oder ist es sogar eher eine Berufung?
Als wir uns bei „STILSTRATEGIE“ von Claudia Reuschenbach kennengelernt haben, sprang bei mir sofort ein Funke über. Welcher persönliche Weg mag sich wohl hinter dieser schönen und interessanten Karin Ittenbach verbergen und wie kommt sie zur Kinesiologie, hab ich mich gefragt. Daher bin ich überglücklich, dass Karin uns heute mehr über sich verrät.

Gabriele immerschön. im Gespräch mit Karin Ittenbach

Karin, Du bist vor 57 Jahren in Bonn geboren und hast die großen Herausforderungen Deiner alleinerziehenden Mutter als Kind sehr deutlich mitbekommen. Hast Du dadurch, schon als kleines Mädchen Schlüsse daraus gezogen, wie Dein Leben später aussehen soll?

Ja, denn diese Erfahrungen waren schon außerordentlich prägend. Aber natürlich wusste ich damals noch nicht, dass mich mein Lebensweg unweigerlich auf meine heutige Passion zusteuern lässt.
Wenn ich über meine Kindheit nachdenke, sehe ich meine Mutter, bevor sie meinen Stiefvater kennenlernte, immer voller Sorge. Sie kämpfte um unser Überleben und tat alles, um für ein Dach über dem Kopf und Essen zu sorgen. Das Allerwichtigste war ihr aber immer, dass ich zur Schule gehen konnte. Bewundernswert, dass sie trotz alledem nie die Menschen vergaß, die ihr auch noch nahe standen. Ganz besonders meine Cousine Eva, die mit einem Herzfehler auf die Welt kam und mit 17 Jahren nach einer OP verstarb. Sie war für mich wie eine Schwester. Eva war besonders, denn sie konnte sich selbst ganz hingeben, war bedingungslos in ihrer Liebe und doch konsequent. In ihrer Nähe war mein Herz ganz weit und offen. Ich fühlte mich leicht und unbeschwert, so als könnte ich wirklich alles schaffen.

Gabriele immerschön und Karin Ittenbach, Kinesiologin

Was war das Besondere, dass Du als Kind schon bemerkt und beobachtet hast? 

Manches hat mich verwirrt und auch verunsichert. Meine Mama war überfordert und hoffte, wenn sie wichtige Entscheidungen lange genug bespricht, wird es besser und leichter. So erfuhr ich als Kind, dass viel gesprochen und besprochen wird. Aber es folgten darauf selten die besprochenen Handlungen. Die Dinge wurden so besprochen, als wären die Handlungen bereits ausgeführt und der Ausführung selbst, fehlte dann der nötige Impuls. Heute weiß ich natürlich: Das Körpersystem hatte ja schon alles erledigt. So wurde ich schon früh eine Beobachterin. Es war für mich spannend zu sehen, wie Menschen reagieren. Irgendwann wurde ich auch neugieriger und wollte unbedingt wissen, warum Menschen sind, wie sie sind. Jeder anders, jeder individuell, jeder spannend auf seine ganz besondere Weise. Ich wollte wissen, wollte mich entwickeln, wollte das, was ich mir vorstellte in die Tat umsetzen. Das war mein absoluter Antrieb.

Bist Du dann gleich auf Dein Ziel losgestürmt oder wie hat sich Dein Leben dann weiterhin gestaltet?

Von wegen! Ich habe einige Umwege gebraucht, um anzukommen. Mit 16 habe ich den Vater meiner Kinder kennengelernt und mit 18 haben wir bereits geheiratet. Natürlich wollte ich bei meinen beiden Kindern vieles perfekt und auch anders machen. Alles war scheinbar gut, bis das Leben mich packte und ordentlich durch den Wolf drehte. Nach 10 Ehejahren wurde ich geschieden und befand mich plötzlich in einer ähnlichen Situation wie meine Mutter.

Das war hart! Wie bist Du mit diesem Kaltstart umgegangen?

Anscheinend in weiser Voraussicht, hatte ich schon begonnen, in der Kinderklinik  zu arbeiten. Für meine Kinder hieß das aber auch, schon um 6:30 Uhr im Kindergarten zu sein. Nichts war mehr, wie ich es mir für meine Kinder erträumt hatte. Ich fühlte mich in Einzelteile zerlegt und wie Dornröschen erwachte ich aus einem langen Schlaf. Dann bekam ich meine erste Chance und macht eine Umschulung zur Steuerfachkraft.

Gabriele immerschön und Karin Ittenbach, Kinesiologin

Wenn ich Dich heute so selbstverständlich und voller Tatendrang vor mir sehe, dann kann ich es gar nicht fassen. Wann kam der entscheidende Wandel in Deinem Leben?

Sicherlich hat die Begegnung mit meinem heutigen Partner sehr vieles in mir bewirkt. Mein System kannte zwar, bedingungslose Liebe, Hingabe, Freude, Leichtigkeit und Glück, es war nur schon so unglaublich lange her. Ich erinnerte mich an mich selbst und spürte etwas Neues, Lebendiges. Mein Partner gab mir die Möglichkeit meine Wünsche neu zu entdecken und zu staunen, was alles möglich ist. Genau wie früher meine Mutter, ist er an meiner Seite und bestärkt mich. Machen, musste ich allerdings selber!

Wie hast Du die Kinesiologie, Touch for Health, kennengelernt?

Nach einem Sturz vom Fahrrad hatte sich mein Unterbauch entzündet und ich musste notoperiert werden. Es entwickelte sich ein Sweet Syndrom bei mir. Eine Autoimmunerkrankung, die, die Haut schädigt, als wäre sie verbrannt. Nach mehreren Klinikaufenthalten und vielen ratlosen Ärzten, war die einzige Möglichkeit der Eindämmung, Kortison. Durch eine Freundin kam ich dann zu einer Kinesiologin und war erst einmal nur sprachlos.
Nach einem ausführlichen Vorgespräch testet sie meine Muskeln.
Alle Muskeln seien abgeschaltet, sagte sie. Was das bedeutet, weiß ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Sie arbeitet an meinem Körper, neurovaskuläre und neurolymphatische Meridiane und Muskeln werden berührt oder massiert. Anschließend werden alle Muskeln erneut getestet. Jetzt waren meine Muskeln wie angeschaltet. Mein ganzer Körper wurde spürbar für mich, Kopf und Körper bildeten eine Einheit.

Gabriele immerschön und Karin Ittenbach, Kinesiologin

Deine Begeisterung ist auch jetzt noch unvermindert spürbar. War das dann Dein Startschuss in ein neues berufliches Leben?

Unbedingt! Ich machte zuerst eine Ausbildung zur Touch for Health Instruktorin und habe dadurch meinen Körper auch selber noch einmal kennen und lieben gelernt. Anschließend fügte ich eine Ausbildung zur Psychologischen Beraterin an, um zu erfassen, warum Menschen sind wie sie sind und begriff, dass alle GLEICH – GÜLTIG sind. Hier schließt sich auch für mich persönlich der Kreis, denn zu wissen, dass jeder Mensch etwas ganz Besonderes ist, sein Wesen und seine wunderbaren Fähigkeiten unersetzbar sind, macht mich glücklich.

Liebe Karin, ich danke Dir für Deine Offenheit. Mir macht Deine Lebensgeschichte Mut und lässt mich weiterhin daran glauben, dass wir das Ruder rumreißen können und unser Geschick maßgeblich in den eigenen Händen tragen.

Gabriele

2 thoughts on “Karin Ittenbach”

  1. Hallo liebe Claudia,

    einem wundervollen Abend bei Dir, folgte ein großartiges und anregendes Gespräch mit Karin und anschließend unser gemeinsames Interview.
    Ich habe also Dir zu danken.

    Liebe Grüße
    Deine Gabriele

  2. Glückwunsch, Karin und Gabriele!
    Toller Beitrag – schönes Interview und echt klasse Fotos.

    Ich bin stolz und froh, daß ihr beide euch bei mir kennengelernt habt.

    Mit stylischen Grüßen
    Claudia

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