„Rosen, Tulpen, Nelken, alle Blumen welken, nur die eine nicht, und sie heißt Vergissmeinnicht“. Diesen Spruch habe ich als Kind sicherlich hunderte Male gehört oder gelesen. Entweder in meinem Poesiealbum stehend oder reich verziert mit Glanzbildern in das Album einer Freundin geschrieben. Aber verstanden habe ich diesen Spruch damals natürlich absolut nicht. Ich fand einfach nur, dass er wunderschön klang und sich grandios dazu eignete, mein Talent als Blumenmalerin zu untermauern. Indem ich unglaublich viele und bunte Blumen daneben malte. Ein Ausbund purer Lebensfreude!

Rosen, Tulpen, Nelken...

Rosen und Vergissmeinnicht!

Rosen und Vergissmeinnicht sind meine absoluten Lieblingsblumen. Sie konkurrieren, je nach Jahreszeit, nur mit Tulpen, Levkojen und Hortensien. Der volkstümliche Name „Vergissmeinnicht“ (Myosotis =Mäuseohr :-)) entstammt übrigens vermutlich einer deutschen Sage aus dem Mittelalter, wonach die kleine Pflanze Gott bat, sie nicht zu vergessen (Wikipedia). Natürlich kann sie gegen die eingebildete und stachelige „Königin der Blumen“ nicht anstinken. Aber ihr und mir scheint das nichts zu machen. Auch zusammen finde ich sie gnadenlos schön. Nur in letzter Zeit, da ist mir die Freude an ihnen etwas abhanden gekommen, denn besonders – Vergiss mein nicht – nimmt in meinem Leben eine immer größere und greifbare Rolle ein.

Rosen, Tulpen, Nelken...

Blumen begleiten uns immer. Auch zum Abschied!

In vielen Situationen bringen wir unsere Gefühle durch Blumen zum Ausdruck. Sei es in der Liebe, der Anerkennung, zur Begrüßung aber auch zum Abschied. Sei er nur kurz oder für immer. In der letzten Zeit habe ich oft von Weg – Begleitern Abschied nehmen müssen und es berührt und beschäftigt mich sehr. Ganz besonders das Verabschieden von einem Klassenkameraden, den ich dachte, bald auf einem Klassentreffen wiederzusehen, hat mir vieles wieder in Erinnerung gebracht.

Rosen, Tulpen, Nelken...

Auch wenn Menschen nicht hautnah und oft mein tägliches Leben berühren, so vermittelt mir alleine das Wissen um ihre Existenz und des gemeinsam Erlebten ein wohliges Gefühl der Beständigkeit. Und dann stehe ich dort mit Blumen in der Hand und sage Adieu. Protestiere somit still und daher um so lauter gegen die Vergänglichkeit. Ihre Frische, ihre Schönheit, ihre Lebendigkeit möchte ich als Erinnerung mitgeben – und behalten. Vielleicht gerade weil ich auch um ihre Vergänglichkeit weiß. Ein stilles – TROTZDEM!

Rosen, Tulpen, Nelken...

Liebe immerschöne, vielleicht erstaunt Sie mein heutiger, recht ernster Post. Er ist mir auch absolut nicht leicht von der Hand gegangen. Und natürlich habe ich mich gefragt, ob solche Themen tatsächlich auf (m)einen Blog gehören? Ich finde „Ja“, denn auch diese Momente sind ein Teil meines, unseren Lebens. Kennen sie diese Gedanken auch? Und wie gehen Sie damit um?

Ihre nachdenkliche Gabriele

Outfit: Shirt MANGO, Rock GIRBAUD, Sandalen FITFLOP

 

 

8 thoughts on “Rosen, Tulpen, Nelken…”

  1. Liebe Sabine,
    dass geht uns sicherlich allen so und ich verbinde auch viele unglaublich ulkige Erinnerungen mit diesem Spruch.

    Liebe Grüße und bis bald
    Deine Gabriele

  2. Liebe Gerda,
    ich habe mich so sehr über Deinen Kommentar gefreut. Es war wirklich ein großes Fragezeichen in meinem Kopf, ob es angemessen ist ein solch empfindliches Thema anzusprechen. Aber genau wie Du sagst: Es gehört zum Leben dazu!

    Ich danke Dir
    Deine Gabriele

  3. Danke Dir liebe Nicole. Schön, dass es Dir gefällt.

    Bis bald und liebe Grüße
    Deine Gabriele

  4. Ein schöner aber auch sehr nachdenklicher Blogpost, der ein wenig zum Nachdenken anregt!
    Dein Kleid gefällt mir sehr gut, toll siehst du darin aus!
    Liebe Grüße und einen schönen Nachmittag
    Nicole

  5. Hallo Gabriele,

    ich muss Dir recht geben und wünsche mir auch öfters das Du so ein „ernstes Thema“ aufnimmst.
    Ich (60ig) habe erst nach dem Tode meiner Eltern vor 6 und 4 Jahren öfters darüber nachgedacht und diese Gedanken gehören zum Leben dazu. Ich fand, wenn alle in der Fam. noch da sind ist alles
    gut und es gibt keine Einschläge aber dann wird man selbst getroffen.
    Und jetzt mit 60ig lebe ich bewusster und nach meinem Gusto, auch mit Kurven und Dellen.
    Liebe alle 4 Jahreszeiten die mir meinen Lebensweg irgendwie aufzeigen und zwar die Vergänglichkeit. Freue mich aber immer bei einem neuen Erwachen im Frühjahr.
    Liebe Grüße von Gerda ein Fan von Deinem Blog

  6. Liebe Gabriele,
    solche Abschiede tun immer weh und machen traurig. Den Spruch habe ich auch sehr oft in ein Poesiealbum geschrieben.

    Liebe Grüße Sabine

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.