ModeMut, so ein Ouatsch! Schon wieder so ein Neologismus der in Wirklichkeit nichts als eine hohle Phrase ist. Sicherlich inszeniert von irgendeinem Marketing –(fuzzi) –Kreativen, der mir etwas Neues an den Körper schwatzen möchte. Ein absolutes und unverzichtbares, neues MUST HAVE!
Pures, schlimmstes Donnergrollen! Aber glücklicherweise hat meine Bloggerfreundin Sabina von OCEANBLUESTYLE AT MANDERLEY mein in Fahrt gekommenes Gedankenkarussell dann angehalten bekommen und ich habe noch einmal in Ruhe darüber nachgedacht.

So ein Schnickschnack - ModeMut!

ModeMut? Was hat Mode denn bitte mit Mut zu tun?

Wo bitte geht´s zur Abteilung „Mut“? Doch sicherlich nicht in da wo auch die Mode beherbergt ist. Bisher habe ich Mut mit einer unsagbar bewundernswerten Eigenschaft in Verbindung gebracht. Mit Menschen, die in einer Situation über sich hinauswachsen und Dinge tun für die ich sie unendlich bewundere. Natürlich hoffe ich im Stillen, dass ich den Mut und die Größe habe ähnlich zu reagieren, sollte ich jemals vor einer solchen Herausforderung stehen. Mit Themen und Ereignissen, die wirklich wichtig sind und nicht so ein Kleckerkram, so etwas rein vergnügliches, wie Mode.

So ein Schnickschnack - ModeMut!

Wenn ich in einer „Fachzeitschrift“ lese: Frau Soundso hat unglaublich „mutige“ Bikinifotos veröffentlicht, dann impliziert mir dies doch automatisch „hässlich“. Hä? Was bitte hat vermeintliche Hässlichkeit, oder besser gesagt ein normales unretouchiertes Äußeres, mit Mut zu schaffen? Gaaaar nix! Hier verkommt und mutiert eine wunderbare Charaktereigenschaft zu einer allseits akzeptierten Beleidigung. Ich mache da nicht mit!

So ein Schnickschnack - ModeMut!

Mut bleibt Mut! Egal wann und wo.

Mut ist die Eigenschaft, beherzt etwas anzugehen, dessen Ausgang man nicht kennt. Mut heißt aber auch dem, was ist, ins Auge zu schauen. Und zum Mut gehört die Furcht als Pendant. Womit ich unweigerlich auch bei dem Mut zur Mode angelangt bin. Genau diese Beherztheit, Offenheit und das Wissen um meine persönlichen Vorzüge benötige ich auch, um mich zu kleiden wie ich es möchte. Natürlich gehört ab und zu ein wenig Unsicherheit dazu. Was solls?  ModeMut heißt für mich nämlich nicht, nur irgendwelche schrillen Modeneuheiten überzustreifen, sondern wirklich in meiner Kleidung „drin zu stecken“. Offen, auch durch mein Äußeres zu zeigen, wer und was ich bin. ModeMut heißt für mich somit auch, den Mut zu haben, ICH zu sein, den Mut zu haben, zu mir zu stehen. Und das ist wirklich mutig von mir :-))
Was die Anderen dazu sagen? Genau dies ist die kleine Unsicherheit, die verbleibt und letztendlich ja den Mut erst ausmacht.

So ein Schnickschnack - ModeMut!

Also ich, ich stimme eindeutig – für mehr ModeMut, liebe immerschöne.
Ihre Gabriele

Nein, liebe immerschöne, mein heutiges Outfit ist kein Schlafanzug sondern ein echtes ModeMut Outfit: Bluse Noname vom Flohmarkt, EthnoHose  ava christine – leider ohne Website, Strassbesetzte Sandalen von BRUNO PREMI

24 thoughts on “So ein Schnickschnack – ModeMut!”

  1. Liebe Karin,
    dann ran an die Hüte und Deinen persönlichen LieblingsStil. Für nahezu jede Frau stellt es sicherlich erst eine Hürde dar, aber dann… macht es ausgesprochen zufrieden.
    Freue mich schon auf einen sweetsixty Post – ganz „á la Karin“ :-))

    Liebe Grüße
    Gabriele

  2. Hallo liebe Michaela,
    großartig! Und genau darum geht es doch auch. Wir haben alle unsere Bilder im Kopf und müssen sie ab und an einmal hinterfragen, ob sie tatsächlich noch eine Berechtigung haben und uns auch zugute kommen. Schieb die Schatten weit, weit weg!!!

    Liebe Grüße und bis bald
    Deine Gabriele

  3. Du, siehst richtig toll aus Gabriele, die Farben schmeicheln dir sehr. Mode Mut ist so eine Sache. Als ich mit dem Blog begonnen habe, war es eine Qual mich fotografieren zu lassen, ich hatte unheimlich angst, dass meine Outfits belächelt werden, aber jetzt mache ich es total gerne und trage einfach was mir gefällt!
    Liebe Grüße an dich und einen schönen Start in die Woche
    Nicole

  4. Liebe Gabriele,
    ich mag z.B. Hüte und die Mode der 30er und 40er Jahre, trage beides aber nur ausgesprochen selten. Leider fehlt mir zu oft der Mut. Daran werde ich wohl noch arbeiten müssen.
    Herzliche Grüße
    Karin

  5. Mich hat es großen Mut gekostet (klingt als ob es eine Währung wäre), diesen Sommer ärmellos zu gehen. In meinem Format und Alter machte ich mich bis dato diesbezüglich zum Opfer meiner eigenen wertenden Dos and Don’ts. Seit diesem Sommer weiß ich, dass ich kann, falls ich will und nichts passiert. (Weder ist jemand in meinem Umfeld in Ohnmacht gefallen, hat mich blöd angemacht oder ist schreiend davon gelaufen. ) Ich habe mein eigenes Tabu gebrochen!!! Da hat sich via „Modemut“ ein anderer Mut gezeigt. Für mich bin ich über einen großen Schatten gesprungen mit allem, was er verdeckte. Direkt hat Mode wirklich nichts mit Mut zu tun, da gebe ich Dir vollkommen recht. Und gleichzeitig steckt doch immer mal wieder eine Herausforderung darin, mögliche eigene Dogmen ( weitervererbte, eigene, gesellschaftliche…) zu hinterfragen und hoffentlich hinter sich lassen zu können – auch in unserem Alter. Danke für diesen inspirierenden Beitrag. Liebe Grüße

  6. Liebe Sabine, natürlich ist es schwierig – zumal, wenn man es nicht vorgelebt bekommen hat. Umso wichtiger finde ich es, uns als Frauen gegenseitig zu ermutigen. Natürlich gehört zu jedem „aus der Reihe tanzen“ Mut und man muss die Kommentare aushalten. Das ist ja leider immer der Preis für ein selbstbestimmtes Vorgehen. Daher – Mut bleibt Mut! Egal wann und wo!!!

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag Abend
    Gabriele

  7. Ich finde schon, dass man Mut aufbringen muss, um sich so zu zeigen, wie man möchte. Vor allen Dingen dann, wenn man das nie gelernt hat und irgendwann aus seiner Haut möchte, um endlich seinen eigenen Stil zu leben. Für mich ist das mutig und bewundernswert. Denn oft werden so radikale Veränderungen vom Umfeld in irgendeiner Art und Weise kommentiert. Und das muss man aushalten können.

    Dein Outfit finde ich klasse. Ist mir schon auf Instagram positiv ins Auge gefallen. Diese Farben finde ich toll und sie stehen dir ausgezeichnet.

    Liebe Grüße
    Sabine

  8. Ja, liebe Sabine, ich glaube auch,dass Du da mutig bist. Und das ist auch genau richtig!

    Ich danke Dir für Dein schönes Kompliment und wünsche dir noch einen schönen Sonntag
    Liebe Grüße
    Deine Gabriele

  9. Du sagst es liebe Gabriele. Ich frage mich auch, was daran mutig sein soll, seinen Stil und die Mode zu zeigen? Obwohl man mir immer nachsagt, ich sei mutig in dieser Hinsicht.

    Toll siehst Du aus. Die warmen Farben schmeicheln Dir außerordentlich.

    Liebe Grüße Sabine

  10. Liebe Beate, weit weg von Barbie und mit Selbstbewusstsein ausgestattet, haben wir das große Glück, die Dinge so sehen zu können. Mich macht der PerfektionismusWahn auch teilweise richtig wütend und ich frage mich: Was tut er uns Frauen an?! Was für eine FehlInformation geben wir da weiter?
    Schön, dass Du da auch absolut nicht mitmachst und ganz herzlichen Dank für Deinen wundervollen Kommentar.

    Hoffentlich bis bald
    Deine Gabriele

  11. zuerst: sensationeller anzug!!! gefällt mir ausnehmend gut und steht dir 1A! (und ich wäre NIE auf pyjama gekommen!)
    sabina hat mich „hergeschickt“…..
    ich mag deine gedanken zu mut und modemut. das mit den „bikinifotos“ stösst mir auch immer bitter auf – dito mit fotos/öffentlichen auftritten nach unfällen/OPs etc.. dieser perfektions-barbie-wahn geht mir extrem auf den zeiger. bald liest man irgendwo in der „fachzeitschrift“ (super! danke dafür) wie MUTIG frau soundso ist mit über 50 und kleidergrösse 42 und unlackierten nägeln aus´m haus! zu gehen………
    was andere denken interessiert mich schon lange nichtmehr – schon als kleines, von mami brav angezogenes mädchen haben mich alle immer wie´n alien angestarrt weil ich anders war als andere kinder, vom wesen her. da war die „schräge“ anziehe wohl nur letzte konsequenz und vll. auch ablenkungsmanöver ;-D
    sonntagsgrüsse und dank für den formidablen post! xxxx

  12. Es hat Spaß gemacht, liebe Sabina.

    Sonnigen Sonntag und bis bald
    Deine Gabriele

  13. Guten Morgen liebe Tina,
    wir beide haben eindeutig keine Probleme mit dem ModeMut :-)), aber Du hast völlig recht. Daher ist es ja auch so gut, dass wir bloggen und vielleicht machen wir der ein oder anderen Frau damit auch Mut, zu tragen, was sie möchte. Mode ist ja nicht für andere da, sondern soll uns zum Ausdruck bringen und vorrangig Spaß machen.

    Einen schönen Sonntag
    Deine Gabriele

  14. Guten Morgen Gabriele, ja mehr Mut das zu tragen was man insgeheim möchte. Ich will mal sagen Du hast ihn und man braucht Dich nicht dazu zu motivieren. Aber es gibt viele Menschen die sich nicht trauen z.B. ein rotes Kleid zu tragen. Ist das nicht traurig wenn man das gern möchte, sich aber nicht traut, weil man denkt die Leute schauen?! Schon oft waren in meinen Kommentaren solche Äußerungen und das macht mich traurig. ModeMut – mehr Mut das zu tragen auf was Frau Lust hat. Pink, Rot, Gelb, Knallgrün… von mir aus auch zusammen 🙂
    Schönen Sonntag, liebe Grüße Tina
    Ach und Du siehst umwerfend aus. Hammerfarben!

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