und Südafrika hautnah. – 

Birgit Bergener und ich sind uns vor einiger Zeit absolut zufällig auf einem FrauenNetzWerkTreffen begegnet. Vom ersten Moment an hat mich die wunderbare Ausstrahlung und Begeisterungsfähigkeit von Birgit Bergener beeindruckt. Es ist spürbar, wie sehr sie sich zu Südafrika hingezogen fühlt und wie sehr sie es vermisst, wenn sie nicht dort sein kann.

Gabriele immerschön.: Birgit Bergener und Südafrika hautnah
Gabriele immerschön.: Birgit Bergener und Südafrika hautnah

Hier geht es nicht um “Leiden können” oder ” mögen”, sondern weit darüber hinaus und ihre Sehnsucht nach diesem Land und ihre tiefe Verbundenheit ist allgegenwärtig. Kein Wunder also, dass Ihr Reiseunternehmen Südafrika hautnah erfolgreich ist – sie reißt ihre Kunden einfach mit!

Gabriele immerschön.: Birgit Bergener und Südafrika hautnah
Gabriele immerschön.: Birgit Bergener und Südafrika hautnah

 

Liebe Frau Bergener: wollten Sie diesen Beruf schon immer ausüben?

NEIN. Mein großes Glück war aber, dass ich sehr früh Internationalität erleben und an der „großen weiten Welt“ schnuppern durfte.

Ich bin „Bundeswehrkind“, ca. 16 mal umgezogen und habe verschiedenste Mentalitäten kennengelernt – national und international. Daher war wahrscheinlich das Einzige, was ich mir schon immer gewünscht habe: Möglichst ins Ausland zu gehen – Sprachen lernen, in andere Kulturen, Traditionen eintauchen, andere Landschaften, Tiere, Farben und Gerüche sehen und aufnehmen. – So kam ich letztendlich in die Touristik, bin mit meiner besten Freundin schon früh sehr viel und so „ganz anders“ gereist. Jedes Land und seine Menschen haben mich zutiefst und immer auch anders berührt. Oft wäre ich am liebsten für lange Zeit geblieben. Bis ich Anfang der 90er Jahre nach Südafrika kam. So verrückt es klingen mag – ich fühlte mich angekommen, zu Hause. Hier wollte ich nicht länger bleiben, sondern nie wieder weg. Es tat regelrecht weh, als ich wieder abreisen musste. Diese Sehnsucht und Liebe ist für immer geblieben.

Im beruflichen Leben habe ich viele Schleifen gedreht. Habe die unterschiedlichsten Stationen und Unternehmen kennen lernen dürfen – kam aber nie wirklich an. Bis heute, bis zur Gründung von „Südafrika hautnah“ vor 1,5 Jahren.

Gabriele immerschön.: Birgit Bergener und Südafrika hautnah
Gabriele immerschön.: Birgit Bergener und Südafrika hautnah

 

Würden Sie rückblickend etwas anders machen, wenn Sie könnten?

JEIN!
JA, ich würde meinen Traum verwirklichen und eine Weile im Ausland leben. Und NEIN, alles andere war und ist gut und richtig so. Ich bin für alle Höhen, alle Tiefen, jede private und berufliche Station, jede Begegnung, jede Beziehung und sogar für jeden gesundheitlichen Tiefpunkt dankbar. Denn ohne sie wäre ich heute nicht da, wo ich bin. Ohne sie wäre mein Weg nicht so verlaufen.

Gab es einen Wendepunkt, eine Initialzündung in Ihrem Leben?

Wendepunkte gab es einige. Bewusste und unbewusste. Aktive und inaktive. Bewusste habe ich meist am Meer. Dies können Ideen sein, Entscheidungen, die näher rücken, Frieden schließen mit dem was war. Als unbewusst empfinde ich die Wendepunkte, die schon da sind, aber man lässt sie noch nicht zu, kann sie noch nicht einordnen oder verkraften. Sie passieren auf Reisen, nach einem Schicksalsschlag, nach einer besonderen Begegnung. Wenn es dann soweit ist, kann ich sie zulassen.

Auf meinem persönlichen Weg habe ich meine Intuition wiedergewonnen. Wann immer ich Entscheidungen entgegen meinem Bauchgefühl getroffen habe, haben sie mich eingeholt und unglücklich gemacht.

Die Initialzündung, um den Mut in die Selbstständigkeit zu machen passierte, als ich nach viel zu langer Zeit endlich wieder nach Südafrika kam. Das Gefühl kam einem inneren Frieden gleich. Ich war überwältigt von dem Engagement der Menschen für Ihr Land und Ihre Mitmenschen. Ihre Ausdauer entgegen aller Herausforderungen. Ihr Optimismus und Ihre Stärke. Ihre Klarheit und Beständigkeit. Da wusste ich, was mir gefehlt hatte – zum einen wollte ich unbedingt etwas mit und für dieses Land tun, zum anderen mit den Menschen intensiver in Kontakt treten, im Rahmen der Möglichkeiten ihr Engagement unterstützen – und Gäste, die das Land bereisen, nicht nur an dessen Schönheit teilhaben lassen, sondern auch in Kontakt mit den Menschen vor Ort zu bringen.

Gabriele immerschön.: Birgit Bergener und Südafrika hautnah
Gabriele immerschön.: Birgit Bergener und Südafrika hautnah

 

Was hat es Sie gekostet?

Mut. Mut und Ur-Vertrauen. Loslassen und Glauben. Den gewohnten Weg verlassen. Die Existenzangst ablegen. – Und alles Ersparte.

Möchten Sie anderen Menschen etwas mitgeben?

Ja. Ermutigung. Ermutigung, Schritte abseits des gewohnten Lebenspfades zu tun. Keine Angst davor zu haben. Manche Menschen begleiten einen dann nicht länger auf dem bisherigen Lebensabschnitt. Das tut weh, aber zeigt, dass der Schritt richtig war. Mehr quer zu denken, mit mehr Leichtigkeit. Die alten, lieb gewonnenen Knoten, die einem vermeintlich Sicherheit geben, zu lösen und in die Ungewissheit zu gehen. Es ist nicht leicht, aber der erste und jeder weitere mutige Schritt lohnt sich.

Gabriele immerschön.: Birgit Bergener und Südafrika hautnah
Gabriele immerschön.: Birgit Bergener und Südafrika hautnah

 

Ehrlich gesagt:

Bin ich wirklich unendlich dankbar für meinen privaten und beruflichen Weg, der nicht immer lustig war und ist.

Der Preis der Selbstständigkeit ist hoch. Viel mehr arbeiten – für derzeit noch viel weniger Geld. Noch weniger Zeit für mein privates Umfeld, geschweige denn für mich selbst. Gefühlte Überlastung gehört häufig zum Alltag.

Und dennoch: Jeden Morgen freue ich mich an meiner persönlichen Freiheit. Daran, dass mit meinen Kunden unglaublich nette, interessante und interessierte Menschen in mein Leben kommen. Ich erlebe im Beruf Wertschätzung. Ich habe tolle Partner in den Ländern des südlichen Afrikas, mit denen sich die Zusammenarbeit leicht und menschlich anfühlt.

Den Preis zahle ich gerne!

Lieben Dank für dieses tolle Interview, Frau Bergener. Und vielleicht bereise ich ja gemeinsam mit Südafrika hautnah dieses wunderbare Land auch bald. Sie haben mich nämlich sehr, sehr neugierig gemacht.

Birgit Bergener y yo nos encontramos casualmente hace tiempo en una reunion de la red de mujeres. Desde el primer momento el carisma y entusiasmo maravillosos de Birgit Bergener me ha impresionado. Es notable cuánto se siente atraída por Sudáfrica y cuánto lo echa de menos cuando no puede estar allí. Eso no va de ‘sufrir’ o ‘me gusta’, sino más allá, y su deseo de estar ahí y su conexión profunda es omnipresente. No nos extraña entonces, que su compañía de viajes “Sudáfrica desde muy cerca” es acertado – simplemente arrebata a sus clientes!

¿Usted quería ejercer esta profesión desde siempre?

No. Mi gran suerte, fue que pude experienciar internacionalidad y olfatear el “mundo”. Soy hija de un militar aleman y me he mudado unas 16 veces conociendo mentalidades diferentes – nacional e internacional. Por lo que lo único que siempre he deseado era: irme al extranjero – aprender idiomas extranjera, conocer otras culturas, tradiciones, paisajes, animales, colores y olores, ver y absorbar. –Entonces fue finalmente turista, que desde pronto viajé mucho y muy “diferente” con mi mejor amiga. Cada país y su gente me han tocado profundamente y siempre diferente. Muchas veces me habría gustado quedarme mucho más tiempo. Hasta que llegué a principios de los años 90 a Sudáfrica. Puede que suene como si estuviera loca pero me senti como en casa. Aquí no solo quería quedarme más tiempo, sino irme jamas. Realmente me dolió cuando tuve que irme. La añoranza y el amor se mantiene para siempre. En mi vida laboral he dado muchas vueltas y he podido conocer diferentes estaciones y empresas pero nunca llegé. Hasta ahora, hasta la Fundación de “Sudáfrica desde muy cerca” hace 1,5 años.

¿ En retrospectiva, haría algo diferente si pudiera?

¡ SÍ pero no! Sí, haría mi sueño se haga verdad y viviría por un tiempo en un país extranjero. Y todo lo demás no. Estoy agradecido por todas las subidas, todos los bajones, cada estación privada y profesional, cada encuentro, cada relación y para todos bajos puntos de salud. Porque sin ellos no estaría donde estoy. Sin ellos mi camino no hubiera ido así.

¿Hubo un punto de inflexión, una chispa en su vida?

Hubo algunos puntos de inflexión. Consciente e inconscientes. Activos e inactivos. Las conciencias tengo más cerca del mar. Estas pueden ser ideas, decisiones que tengo que tomar, hacer las paces con lo que ya pasó. Como inflexión inconsciente, siento los puntos de cambio que ya existen, pero no todavía no te las permites, puede que todavía no las clasificas o no resitarías. Eso pasa en los viajes, después de un golpe de suerte, después de un ecuentro especial. Cuando esté listo, puedo admitirlo.

En mi viaje personal, yo he recuperado mi intuición. Cada vez que he tomado decisiones contrarias a mi corazonada, me han alcanzado y me han hecho infeliz.

La explosión inicial para ser autonoma sucedió cuando, después de mucho mucho tiempo, por fin volví a Sudáfrica. La sensación era una paz interior. Yo estaba abrumada por el compromiso de la gente hacía su país y sus semejantes. Su resistencia contra todos los desafíos. Su optimismo y su fuerza. Su claridad y estabilidad. Sabía lo que me faltaba – que quería hacer cualquier cosa con y para este país, por otro lado con la gente más en contacto, apoyo su compromiso en el marco de las posibilidades – y los huéspedes que viajan al país, no sólo participar en su belleza sino también a poner en contacto con la gente local.

¿Qué le ha costado?

Valor y mucha confianza. Liberación y fe. Fuerza para salir del camino habitual. Olvidarme de la angustia existencial. – Y todos mis ahorros.

¿Quiere transmitir algo a otras personas?

Sí. Aliento. Ánimo para salir del camino habitual de la vida. No tener miedo. Algunas personas no te acompañaran en esta etapa de vida. Eso duele, pero muestra que este paso era correcto. Pensar más lateral con más facilidad. Resolver los nodos viejos y queridos que supuestamente dan seguridad, e ir hacía la desconocida. En primer lugar no es fácil, pero el primero y cualquier paso más vale la pena.

De verdad: estoy infinitamente agradecida por mi camino personal y profesional, que no era siempre divertido.

El precio de la independencia es alta. Trabajo mucho – para menos dinero. Incluso tengo menos tiempo para mi entorno privado, y aun menos para mi misma. Sentir congestión pertenece a la vida cotidiana.

Y aun así: cada mañana acogo con satisficacion mi libertad personal. Disfruto que con mus clientes entran personas increíblemente agradables, interesantes e interesadas en mi vida. Experimento apreciación profesional. Tengo grandes socios en los países de África meridional, con ellos se siente la colaboración fácil y humana. Con gusto pago el precio!

Muchas gracias por esta gran entrevista de la Sra. Bergener. Y tal vez haré un viaje a este maravilloso país junto con “Sudáfrica desde muy cerca“ muy pronto. Usted me ha causado muchisima curiosidad.

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