Heilpraktikerin für Psychotherapie

– Interview / Werbung durch Verlinkung – Liebe immerschöne, heute möchte ich Ihnen voller Begeisterung Stefani Stocker vorstellen. Stefani ist als selbstständige Heilpraktikerin für Psychotherapie in ihrer PRAXIS FÜR HEILKUNDLICHE PSYCHOTHERAPIE & COACHING tätig. Interessanterweise hat sie vorher aber einen wirklich völlig anderen Berufsweg eingeschlagen. Da alle Welt ständig über Instagram schimpft, möchte ich hier einmal ganz laut mein Veto einlegen, denn gäbe es diese Social Media Plattform nicht, hätte ich sicherlich niemals die Chance gehabt, diese wundervoll empathische Frau und Ihren ungemein interessanten Lebensweg kennenzulernen. Jetzt möchte ich aber nicht schon zu weit vorgreifen und Stefani zu Wort kommen lassen.

Stefani Stocker

 

Gabriele immerschön. im Gespräch mit Stefani Stocker.

Liebe Stefani, Du weißt wie sehr mich Dein Werdegang fasziniert. Daher bin ich natürlich ganz besonders gespannt, ob Du von Kindesbeinen an schon dieses ganz bestimmte Ziel vor Augen hattest, was Dich eventuell dorthin geführt hat oder ganz besonders geprägt hat. Wo und wie bist Du eigentlich aufgewachsen?

Geboren bin ich zwar in Hannover, aber da mein Vater Professor war, mussten wir häufig umziehen. Das hat mich zum Glück überhaupt nicht gestört, denn ich habe mich immer auf Neues gefreut. Aber natürlich hat sich das auch auf die Freundschaften ausgewirkt. Freunde aus der Grundschule habe ich leider keine. Über Hildesheim und Karlsruhe kam ich dann mit 17 Jahren in meinem heutigen Zuhause München an. Glücklicherweise bekam ich mit elf Jahren eine Schwester. Da kam ein bisschen mehr Leben in die Bude. Mein Elternhaus, im Besonderen mein Vater, war schon recht bildungsorientiert. Meine Mutter hat die Karriere meines Vaters dahingehend unterstützt, dass sie immer klaglos alle Umzüge mitgemacht hat. Sie hat dadurch natürlich auf ihre eigene Verwirklichung im Beruf verzichtet. Heute eigentlich gar nicht mehr so vorstellbar, merke ich gerade, wenn ich das erzähle. Jedenfalls nicht in diesem Maße. Meine Mutter hat ihr Leben voll und ganz der Familie gewidmet.

Welchen Berufswunsch hattest Du denn als Kind oder Jugendliche?

Als Kind hatte ich viele Wünsche, aber tatsächlich keinen konkreten Berufswunsch. Ich habe gerne Musik gemacht und hätte dies auch gerne studiert, oder mich zur Dolmetscherin ausbilden lassen. Ich habe es immer geliebt fremde Sprachen zu sprechen. Aber es kam dann alles ganz anders. Du kannst Dir vorstellen, als erste Tochter – kein Sohn – in einem Bildungshaushalt lag die Erwartung meiner Eltern sehr hoch. So kam ich zur Juristerei. Ich habe mich damals nicht gegen den Wunsch meines Vaters durchgesetzt. Er wollte unbedingt, dass ich Jura studiere…und ja…ich habe es gemacht. Mich seinem Wunsch selbstverständlich gefügt und es auch bis zum zweiten Staatsexamen konsequent durchgezogen. Im Nachhinein ist es mir schleierhaft, wie ich das gemacht habe, denn dieses eher trockene Studium erfordert schon extrem viel Arbeit und Lernbereitschaft.

Verlief Deine Laufbahn und Karriere anschließend glatt oder gab es auch den ein oder anderen Stolperstein?

Von glatt kann wirklich keine Rede sein. Ich habe nämlich schon während des Studiums meinen jetzigen Mann kennengelernt und habe das zweite Staatsexamen hochschwanger mit meiner ersten Tochter bestanden. Der Beruf der Rechtsanwältin hat mir von Anfang an keinen rechten Spaß gemacht und somit war meine Arbeit doch eher halbherzig. Zwei Jahre später kam unser Sohn auf die Welt und ich habe mich nahezu ganz auf meine Familie konzentriert. Mit unserem dritten Kind, einem Mädchen, war der Beruf für mich erst mal gar kein Thema mehr. Ich bin sehr sehr aufgegangen in meiner Zeit als Hausfrau und Mutter und habe es ungemein genossen mich ausschließlich meinen Kindern widmen zu können. Natürlich ist es auch bei mir dadurch zu einem Karriereknick gekommen, aber ich würde mich immer wieder für diesen Weg entscheiden. Als unsere „Kleine“ dann im Kindergarten war, habe ich mir viele Gedanken zu meinem weiteren Berufsweg gemacht.

Stefani Stocker

 

Bist Du dann umgehend wieder zurück in Deinen Beruf als Rechtsanwältin gegangen oder hat sich zu diesem Zeitpunkt schon herauskristallisiert, dass Du Dich ungemein verändern wirst?

Ich habe dann erst einmal weiterhin als Rechtsanwältin gearbeitet. Aber was die Juristerei angeht, habe ich tatsächlich oft und lange damit gehadert, diese Ausbildung gemacht zu haben und ebenfalls damit, nicht Sprachen, Musik oder Psychologie studiert zu haben. Im Nachhinein kann ich aber sagen, dass mir die Rechtswissenschaft viele Türen geöffnet hat. Mein Denken wurde nämlich dahingehend geschult, dass ich sehr schnell unterschiedliche Sachverhalte erfassen und somit auch Struktur in aussichtslos erscheinendes Chaos bringen kann. Das hilft mir auch sehr in meinem heutigen Beruf als Heilpraktikerin für Psychotherapie. Nichts ist also umsonst.

Wie kam es dann endgültig dazu, dass Du jetzt Heilpraktikerin für Psychotherapie bist?

Das hat eine etwas längere Vorgeschichte. Wie gesagt war ich in meinem Beruf als Juristin nicht glücklich…und ich hatte immer im Hinterkopf etwas anderes machen zu können. Mein Leben zu leben und nicht mehr das zu tun, was andere von mir erwarten. Das war aber eher so ein diffuses Gefühl, irgendwas hat sich nicht richtig angefühlt. Konkret wurde es dann, als meine Eltern kurz hintereinander starben. Da habe ich auf einmal gemerkt: Du lebst nicht ewig, deine Zeit hier ist endlich. Und es ist an dir, das zu erschaffen und zu machen, was dir am Herzen liegt. Dieser Schicksalsschlag hat mich dazu gebracht nochmal ganz neu über mein Leben nachzudenken. Nach vielem Grübeln und vielem Hin und Her habe ich mich getraut meinen Traum von der  Psychotherapie wahrzumachen. Ich habe die Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie gemacht und mich in Bild- Gestalt- und Traumatherapie sowie tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie ausbilden lassen. Das war ein Aufbruch, der mir zwischendrin auch immer wieder Angst gemacht hat. Denn wer weiß schon, wie sich alles entwickelt. Aber irgendwie bin ich immer weiter gegangen.

Hattest Du Unterstützung aus Deinem Umfeld und wo hättest Du Dir vielleicht mehr Zuspruch gewünscht?

Unterstützung hatte ich leider wenig. Eher kamen immer wieder kontraproduktive Fragen: In Deinem Alter fängst Du nochmal was Neues an? Jura ist doch so toll, warum machst Du denn etwas „das weniger wert ist“? Unfassbar! Aber irgendwie habe ich mich nicht abbringen lassen. Ich glaube, wenn Du anfängst Dein wahres Ich zu erkennen und zu merken, was Du wirklich willst, dann wirken andere Kräfte. Und es ist nie zu spät.

Wie siehst Du Deinen Beruf heute? Würdest Du Dich nochmals so entscheiden

Da kann ich von ganzem Herzen sagen: JA! Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens einen neuen Weg zu gehen. Ich liebe meine Arbeit als Psychotherapeutin und mittlerweile auch als Coach. Ich würde das genauso wieder machen. Was ich übrigens – wie Du Dir denken kannst – über Jura nicht sagen kann. Jetzt arbeite ich seit 2013 in meiner eigenen Praxis und freue mich jeden Tag daran und darauf.

Gibt es auch weiterhin neue Wege, die Du einschlagen möchtest? Vielleicht ein Spezialgebiet?

Ein wichtiges Thema ist für mich, sicherlich durch meinen eigenen Weg begründet, Frauen in der Lebensmitte oder auch früher, dabei zu begleiten, ihren eigenen Weg zu finden und ihn dann auch zu gehen. Das ist eines meiner Herzensthemen. Und ich möchte die Themen Trauer und Tod mehr in den Fokus rücken. Meiner Meinung nach haben diese Themen in unserer Gesellschaft viel zu wenig Platz. Ich möchte das Thema Tod und Abschied wieder aus der Tabuzone herauszuholen. Zurzeit bin ich dabei mit einer Kollegin einen Podcast zum Thema Verlust, Abschied und Trauer aufzunehmen und habe auf Instagram (Stefani_Stocker_Coaching) in den Highlights das Angebot für ein kostenloses und persönliches 15 minütiges Gespräch integriert.

Wie sehen Deine nächsten Steps aus?

Was mich sehr fasziniert ist auch über räumliche Grenzen hinaus zu arbeiten. Das heißt, ich bin gerade dabei mich technisch und inhaltlich so aufzustellen, dass Coaching und Therapie auch über Grenzen hinaus möglich werden. Die Vorstellung, dass eine Klientin oder ein Klient gemütlich bei sich zu Hause auf dem Sofa sitzt und wir eine Therapie oder Coaching machen, fasziniert mich. Ich mache das schon mit einigen Klienten und möchte es unbedingt auch weiterhin ausbauen.

Stefani Stocker

 

Liebe Stefani meine vorletzte Frage muss einfach sein, denn der Name immerschön verpflichtet mich beinahe sie zu stellen. Was bedeutet Schönheit für Dich?

Für mich ist Schönheit ein Begriff, der die ganze Person mit ihrem Wesen einschließt. Nicht etwas rein Äußerliches. Früher war ich eher unsicher, was mein Äußeres betraf und ich habe mich viel an Trends und anderen Menschen orientiert. Das ist heute anders. Ich habe meinen Stil gefunden und liebe es sehr, mich schön anzuziehen und meinem Körper und meiner Seele auch damit Gutes zu tun. Es geht ja auch um die eigene Wertschätzung.

Wie fühlst Du Dich heute mit über 50?

Ich fühle mich ganz bei mir und war noch nie in meinem Leben so glücklich und zufrieden wie heute. Ich tue das, was mir große Freude und Befriedigung bereitet, habe eine tolle Familie und glücklicherweise auch Zeit für sie. Somit kann ich wirklich sagen: ich liebe und genieße mein Leben.

Liebe Stefanie, meinen herzlichsten Dank für dieses wundervolle und so aufrichtige Interview. Ich wünsche Dir viel Spaß und Erfolg bei der Umsetzung Deiner Pläne und hoffe – wir sprechen uns bald wieder.

Deine und Ihre
Gabriele

6 thoughts on “Stefani Stocker”

  1. Ich habe Dir zu danken, liebe Stefani. Es hat so viele Freude gemacht.

    Liebe Grüße und bis bald
    Deine Gabriele

  2. Danke für das schöne Interview, liebe Gabriele. Es war mir eine Freude, mit Dir zusammenzuarbeiten!

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