Werbung [ohne Auftrag] – Cyber me, war bisher eine Utopie. Wir bevorzugen doch eher Echtheit. Unverfälschte Originale lieben wir nicht nur an Taschen und sonstigen Accessoires. Wir mögen es überhaupt und sowieso. Es gibt uns etwas Einzigartiges. So gerne wir auch Teil eines Ganzen sind, ein wenig aus der Menge herauszustechen, ist auch nicht schlecht. Wir umgeben uns einfach gerne mit Individualität, weil wir ja auch völlig unverwechselbar sind. Wir entwickeln uns weiter, verändern uns, bleiben aber dennoch immer unverkennbar wir selber. Und genau diese persönliche Entwicklung, die äußerliche Veränderung – auch das optische Altern – ist jetzt verhinderbar. Jedenfalls im virtuellen Raum.

Cyber me!

Avatare sind auch Menschen 🙂

Au Backe, jetzt kann ich mich bald frühzeitig mumifizieren lassen. Virtuell einfrieren sozusagen. Rein zufällig bin ich auf einen Artikel gestoßen, der dieses Phänomen schon für die  Modelwelt beschreibt. Es wird natürlich als Errungenschaft gepriesen. Models werden dann in den 3D Scanner gestellt, eingespeist ( wie wahr! ) und sind somit für immer und ewig jung, schön, dünn und einsetzbar. Diese Avataren könnten dann jahrhundertelang auf Modeschauen laufen und in der Werbung eingesetzt werden. Welch ein Gewinn!?! Natürlich gibt es hierzu schon die erste Agentur The Diigitals , gegründet von Cameron-James Wilson und einen Designer, der diese Virtualität bereits umsetzt. – Der gesamte Artikel ist hier nachlesbar. –

Cyber me!

Wir begegnen diesem Phänomen schon eine ganze Weile auf den unterschiedlichsten ShoppingWebsites, auch wenn wir uns darüber gar nicht so bewusst sind. Da wird uns Mode von (unechten) virtuellen Menschen (Avataren) gezeigt, die so vielleicht auch noch gar nicht produziert ist. Ich hatte es als so weitgreifend noch gar nicht erkannt.

Cyber me!

Cyber me

Warum finde ich dieses Thema überhaupt erwähnenswert und widme dem einen ganzen BlogBeitrag? Es ist nicht so, dass ich mir nicht darüber im Klaren bin, dass die virtuelle, digitale Welt, die Einflussnahme und Macht des Internets und ihren Göttern nicht mehr aufzuhalten ist. Wir rennen nur hinterher. Seien es die Gesetze oder das Begreifen, was in dieser Welt eigentlich schon alles vonstattengeht und möglich ist. Mir ist diese Welt weitestgehend verschlossen und ich kratze bei meiner Nutzung nur an der Oberfläche. Aber damit kann ich leben und unsere Kinder werden sich in dieser Welt sicherlich bestens zurechtfinden.

Cyber me!

Was mich allerdings so unangenehm berührt, ist die Veränderbarkeit eines Avatars. Die Fähigkeit einen virtuellen Menschen zu erschaffen haben wir schon lange. Aber die Möglichkeit, einen wirklichen Menschen digital so zu verändern, dass er all meinen Ansprüchen genügt und seine ursprünglich Individualität auszumerzen? Ich finde dies eine absolut falsche Information an die jüngere Generation. Haben wir nicht schon genug junge und leider auch ältere Menschen, die versuchen einem Schönheitskult, einem Jugendwahn stand zuhalten, an dem sie nur scheitern können? Müssen wir wirklich alles tun – nur weil wir es können?

Und übrigens – auf Instagram ist Shudu, das erste digitale Supermodel natürlich auch präsent. Fragt mich nicht nach Sonnenschein, wie viele Follower sie bereits hat!

Gespannt auf Ihre Meinung, wünsche ich Ihnen einen wunderschönen Sonntag.
Ihre Gabriele

 

Outfit: Pulli und Kleid H&M, Cordhose ginatricot, Schuhe VAGABOND, Schal Flohmarkt und die  wunderschöne heißgeliebte Hündin heißt Lassie.

8 thoughts on “Cyber me!”

  1. Ich stimme Dir zu liebe Trinidad. Glücklicherweise hat Deine Tochter jemanden der ihren Blick auch schärft. Es gibt aber weitaus mehr Menschen, die undifferenziert glauben. Du kannst Dich echt darüber freuen.

    Liebe Grüße und bis bald
    Deine Gabriele

  2. Da hast Du wohl recht liebe Beate umso wichtiger ist es, dass wir dennoch aufmerksam bleiben.

    Liebe Grüße
    Deine Gabriele

  3. Liebe Gabriele, wie bereits kommentiert, war das für mich eine logische Konsequenz. Meine Tochter ist 15 und geht damit ganz anders um als ich. Ihr ist klar, dass alles künstlich ist und eifert dem gar nicht nach. Ich glaube, sie hat verstanden, dass es nur um das Produkt geht, was verkauft wird. In Zukunft ist es vielleicht vorbei mit dem Menschen unter dem Kleid (wenn wir mal bei Mode bleiben) und nur noch der Konsum zählt. Wir sind empört, also ich bin es und die junge Generation interessiert es überhaupt nicht. Es sind andere Zeiten Manchmal denke ich, dass meine Tochter sehr wohl differenzieren kann. Besser als ich. Schönen Sonntag für Dich

  4. Liebe Gabriele, also diese Tendenz finde ich abartig und auch beängstigend. Da bin noch einmal mehr froh, dass ich schon älter bin und auch noch analog kenne. Wenn jetzt schon alle Mädels vom Schönheitswahn krank werden, wie soll es denn erst werden, wenn die Vorbilder tatsächlich ‘perfekt’ sind….und mal ganz ehrlich: wie langweilig….

    Liebe Grüße und schönen Sonntag mit allen Ecken und Kanten, Nicole

  5. Liebe Gabriele, ich finde es gespenstisch. Manche Dinge sind für mich schwer greifbar und auch nicht mehr nachvollziehbar. Was passiert mit uneren Daten? Ich denke das ist heute bis ins Detail nicht nachvollziehbar aber evtl. ist unsere Generation auch zu kritisch und ohne Internet ist keine Option und der Preis bezahlen wir mit unseren Daten. Das ist meine persönliche Meinung. Schönen Sonntag Beate

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