Werbung [ohne Auftrag] – Nachhaltigkeit! Ein Begriff, der mir mächtig in den Ohren scheppert und um dieselben gehauen wird. Rege ich mich A über Autokonzerne, ihre unverschämten und beschämend selbstverständlichen sowie rücksichtslosen Vorgehensweisen auf, muss ich mich B auch selber fragen, wie ich mich denn so in Sachen Konsum und Allgemeinverantwortlichkeit verhalte. Sehe ich nur die schwarzen Flecken auf den Nasenspitzen der Anderen und bin somit erst einmal fein raus, weil die ja viel viel mehr…oder bin ich mir meiner eigenen Verantwortung nicht nur bewusst, sondern habe nachhaltiges Handeln auch in mein eigenes Leben integriert? Also bei A bin ich mir gleich absolut sicher, denn aufregen kann ich mich hervorragend, regelrecht meisterlich.

Mehr Nachhaltigkeit im eigenen Leben - klappt das?

Nachhaltigkeit – Stabilität und natürliche Regenerationsfähigkeit eines Systems.

Mensch Leute, ich bin 1958 geboren. Da ging es bergauf. Kein Hahn hat danach gekräht, ob die Sachen in Asien oder sonstwo gefertigt wurden. Auf Gemüse vom eigenen Acker hatte sowieso keiner mehr Bock. Und auf eine Plastiktüte mehr oder weniger kam es doch nun wirklich nicht an. Keine Menschenseele hat sich da einen Kopf gemacht, ich kann mich jedenfalls nicht erinnern. Traditionell-nachhaltiges Wirtschaften war was für indigene Kulturen und ihre heilige Erdverbundenheit. Pures Winnetou!

Mehr Nachhaltigkeit im eigenen Leben - klappt das?

Den ersten richtigen gesellschaftlichen Ruck habe ich erst 1985 wahrgenommen, denn auf einmal ging es für uns alle um etwas. Ein Ozonloch! Wissenschaftler hatten zwar bereits 1975 darauf aufmerksam gemacht, dass ein Ozonloch durch FCKW entsteht, was aber eher allseits belächelt wurde. Seit dem Montrealer Übereinkommen 1987 ist FCKW aus unseren Gebrauchsgegenständen verschwunden und die Ozonschicht schließt sich langsam wieder. Viele Wissenschaftler und Umweltaktivisten würden sicherlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn sie das lesen. Ja ich weiß, dass war nur der Tropfen auf den heißen Stein. Aber es zeigt eines ganz deutlich – es geht!

Mehr Nachhaltigkeit im eigenen Leben - klappt das?

Alle mit kleinen Schritten in eine Richtung – ergibt eine große gemeinsame Veränderung!

Ich bin auf jeden Fall dabei und weitaus aufmerksamer geworden, was das Thema Nachhaltigkeit betrifft. Die Fragen – woher kommen mein Strom und meine Lebensmittel, wie bewusst ist mein Konsumverhalten, achte ich ausreichend auf Verpackungsmüll, wie oft fahre ich unsinnigerweise Auto, wie reise ich und werfe ich vielleicht zu schnell weg – habe ich mir noch einmal genauestens betrachtet. Einiges hat sich somit automatisch verändert und ich fühle mich absolut wohl dabei, überhaupt nicht gegängelt oder gemainstreamt. Es hat mir sogar gut getan.

Mehr Nachhaltigkeit im eigenen Leben - klappt das?

Manches ändert sich allerdings nie. Jedes Jahr misten meine Tochter und ich nämlich unsere Kleiderschränke aus, geben dies im ganzen Bekanntenkreis bekannt und alle können sich anschauen, ob ihnen etwas davon gefällt. Das macht uns allen richtig viel Spaß und die meiste Kleidung findet glückliche Neubesitzerinnen. Ich kaufe gerne meine Garderobe im Second Hand Laden und auf Flohmärkten oder übernehme dankend die schönen Dinge meiner Freundinnen. Was damals aus meiner Leidenschaft für Fundstücke entstand, macht heute zusätzlich noch Sinn.

Ich hab sicherlich noch einigen Optimierungsbedarf in Sachen Nachhaltigkeit, aber ein Anfang ist gemacht.

Einen wunderschönen Sonntag und ein entspanntes Adventswochenende
Ihre Gabriele

Outfit: Flohmarktschnäppchen: Jacke CELINE Paris, Kleid OPHILIA und Tasche und Schal no Name. Leggings ZARA, Rolli ORSAY, Sneaker STRADIVARIUS

8 thoughts on “Mehr Nachhaltigkeit im eigenen Leben – klappt das?”

  1. Hallo liebe Nicole, ich bin mir sicher, dass wir alle noch besser werden können und müssen. Aber wenn das Bewusstsein geschärft ist, ist schon viel erreicht.

    Herzlichen Gruß
    Deine Gabriele

  2. Liebe Gabi, Alexandra befasst sich schon sehr lange mit diesem Thema und hat auch schon sehr viel darüber berichtet!
    Ich versuche so gut es geht an meiner Lebensweise etwas zu ändern und bin auch auf einem guten Weg, aber es reicht noch lange nicht!

    Liebe Grüße an dich
    Nicole

  3. Ja Beate, das sehe ich auch so. Der Verpackungsmüll ist wirklich völlig überzogen und macht mich nach jedem Einkauf wütend.

    Liebe Grüße und einen schönen Tag
    Deine Gabriele

  4. Guten Morgen Gabriele, du bringst vieles auf den Punkt. Ich habe einiges geändert, aber es kömnte vieles noch verbessert werden. Auf Plastiktüten verzichte ich schon lange und habe meine eigene Stofftüte dabei. Mich stört, dass es zuwenige Angebote beim einkaufen gibt, bei dem z. B. bei der Plastikverpackung Alternativen angeboten werden. Das funktioniert wahrscheinlich wieder nur mit Gesetzen. Ich finde da gabe es Handlungsbedarf und dann würde es besser funktionieren. Man sieht es ja auch an den Plastiktüten. Viele liebe Grüße Beate

  5. So geht es mir auch, liebe Evelin. Es gibt noch so einige Schrauben an denen ich diesbezüglich drehen werde und mir ist es einfach wichtig, auch einmal solch unpopuläre Themen anzusprechen.

    Ganz liebe Grüße
    Deine Gabriele

  6. Liebe Gabriele!
    Ich gehöre zu der Generation 1962,die beginnend 1975 mit den Eltern und Verwandten, heftigst über die Inkraftsetzung eines AKW in Österreich diskutierten und Nächte durchfeierten, als 1978 eine knappe Mehrheit sich gegen Atomkraft entschied. Nachhaltigkeit versuche ich so gut als wie. Plastiktüten beim Obst und Gemüse, nein, Coffe to go nur mit eigenem Becher, Kleidung geht weiter an Freunde und dennoch fühle ich, dass das noch nicht reicht und ich noch gewaltig vor der eigenen Tür kehren muss.
    Liebe Grüße EvelinWakri

  7. So geht es mir auch liebe Nicole und ich glaube auch, dass wir einfach nur irgendwie anfangen müssen, unsere Lebensweise zu überdenken und zu korrigieren. Wir müssen es nur spätestens jetzt tun. Und wenn nötig, dann eben doch mit Verboten. Schade.

    Herzlichen Dank für Deinen tollen Kommentar und einen schönen 2. Advent.
    Deine Gabriele

  8. Liebe Gabriele, ein schöner Beitrag und ein wichtiges Thema. Also ich denke es ist genau der richtige Weg, dass jeder vor seiner Haustür kehrt, genau schaut, wie oft man Autofahren muss und nicht jeden Apfel in eine Plastiktüte verpacken. Schade nur, dass die großen Industrien und auch Supermärkte usw. nicht vor Ihren Türen kehren und viele Privatmenschen eben auch nicht. Ich finde es schon bedenklich, dass Menschen oftmals Verbote brauchen, um sinnvoll zu agieren. Jetzt wo Plastiktüten 20 Cent kosten, nimmt kaum noch Jemand eine….kann doch nicht sein, dass das zuvor nicht möglich war, oder?
    Naja, vor meiner Tür ist es so sauber, wie es mir möglich ist 😉
    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag, Nicole

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