365 unbeschriebene Seiten warteten zum Jahreswechsel darauf, mit Leben befüllt zu werden. Nicht mit irgendeinem Leben, sondern mit unserem eigenen einmaligen Leben. Wir können sie füllen mit was wir auch immer mögen. Haben die Chance, Details zu verifizieren oder Berge zu versetzen. Ob zaghaft oder voller Kraft und Tatendrang, es ist unsere ganz private Vorstellung von Leben, unsere intimste Vorstellung vom Lebensglück, das wir anstreben und dem wir mit dem Jahreswechsel oft eine erneute Hoffnung auf Erfüllung geben.

365 unbeschriebene Seiten

01.01.2018 – 00:01 Uhr

Zwischen Böllern, Sekt und Partylaune haben wir es uns vielleicht nicht nehmen lassen und flugs die 365 Seiten schon mit einer Überschrift versehen. Treu dem Motto: Was uns bisher nicht gelungen…! Warum? Warum lassen wir nicht los, wenn es uns doch anscheinend nicht gelingt? Warum glauben wir, dass es uns bald gelingt, wenn wir uns nur noch mehr anstrengen und noch mehr Zeit investieren? Ich glaube nicht daran, dass sich etwas ändert, wenn ich mich nicht ändere. Da kann ich mich anstrengen so viel ich will. Der Drops ist gelutscht! Es hat nicht sollen sein! Und kann nicht die erste wirkliche Veränderung schon das Loslassen sein? Das Verabschieden von einem Vorsatz, einer Idee und einem Traum, dem wir schon so lange unsere Aufmerksamkeit geschenkt haben und von dem wir gar nicht mehr wissen, ob wir ihn auch heute noch träumen würden – hätten wir ihn nicht schon immer geträumt.

„Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab“

Dakota Indianerweisheit

 

365 unbeschriebene Seiten

Loslassen um festzuhalten!

Loslassen was uns hindert das zu sehen, was uns heute ausmacht. Was wir immer ein wenig stiefmütterlich behandelt haben, weil wir ja zuerst noch … schaffen wollten.Wir müssen uns nicht “neu erfinden”, nichts in die Tonne kloppen an dem wir noch unsagbar hängen. Aber ist es nicht manchmal eher umgekehrt: Es hängt an uns wie Kaugummi? Und versperrt uns die freie Sicht. Verschließt uns den Blick auf das Wesentliche und hält uns in einer Umlaufbahn, die wir nicht mehr selbst bestimmen.

365 unbeschriebene Seiten

 

Manchmal muss man ja vielleicht gar nichts Großartiges beginnen, um Neues zu schaffen – nur Altes loslassen.

Ihre Gabriele

 

Outfit: Hosenanzug ZARA, Schuhe VAGABOND

12 thoughts on “365 unbeschriebene Seiten”

  1. Liebe Sabine, da bin ich ganz Deiner Meinung. Manchmal muss ich nur regelrecht noch einmal darüber stolpern:-)

    Lieben Dank
    Deine Gabriele

  2. Liebe Joanna, wie schön, wenn Dich meine Gedanken mit auf eine persönliche Reise nehmen.

    Ich danke Dir und bis bald
    Gabriele

  3. Wow was für eine tolle Farbe Du trägst. Das sind übrigens wahre Worte 😉
    Liebe Grüße Tina

  4. Ja, dem stimme ich zu liebe Gabriele. Den Spruch finde ich gut. Man sollte nicht auf etwas herumreiten, was man eh nicht ändern kann.

    Ein sehr hübsches und farbenfrohes Outfit 🙂

    Liebe Grüße Sabine

  5. Diese Indianaweisheit ist richtig klasse, die muss ich mir irgendwo aufschreiben. Du schreibst toll übers losslasen, dabei muss einen auch klar werden ob es was zum loslassen gibt. Gutes Denkmaterial! Bisher wurden mir immer Dinge aufgedränkt, ich soll dies oder das machen, oder es ist höchste Zeit für sowas 🙂 Toller Anzug, Lila steht dir Prima!

  6. Liebe Aurelie, manchmal muss man es tatsächlich noch mal in Worte fassen oder lesen, um sich klarer zu werden.
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen Tag und bis bald.

    Gabriele

  7. Liebe Gabriele
    Das sind wahre Worte und Gedanken….vielen Dank dafür….
    Ich sehe es jetzt klarer.
    Es musste nur einmal Jemand aussprechen und schreiben…
    Das werde ich auch so versuchen… In kleinen Schritten….
    Ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit, bis es wieder Frühling wird und genießen Sie den Tag mit Ihrer Familie…liebe Grüße aus Mönchengladbach, Aureli’e

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