Älter werden und dann auch noch die schönen Seiten sehen? Menschenskinderdonnerlüttchen, da hat sich Ines auf Ihrem Blog Meyrose aber was ganz besonders feines als Blogparade ausgedacht. Aber ich muss ja auch unbedingt meinen Senf dazu geben – und wissen Sie was? Zu diesem empfindlichen Thema möchte ich tatsächlich unheimlich gerne meine persönliche Meinung äußern.

Die schönen Seiten des Älterwerdens

Et iss wie et iss…

und das ist auch schon meines Pudels Kern – nicht nur weil ich Kölnerin bin:-). Ich bin einfach nicht (mehr) bereit, mich über Dinge aufzuregen, die ich sowieso nicht ändern kann. Und das älter werden gehört eindeutig dazu. Es passiert nämlich ganz von alleine und absolut jedem. Das klingt vielleicht in Ihren Ohren ausgesprochen resigniert, aber davon bin ich unglaublich weit entfernt.

Die schönen Seiten des Älterwerdens

Älter werden – macht glücklich!

Ja, vielleicht schütteln Sie jetzt den Kopf, aber für mich stimmt´s. Ich hatte allerdings auch das wirklich große Glück, wunderbare Frauen als Vorbild zu haben, die mir das Altern nie als tragisch vorlebten. Meine Mutter war und meine Schwester ist heute mit über 70 Jahren eine wirklich schöne Frau. Und ich betone das Wort “Frau” in diesem Zusammenhang ganz besonders, denn genau dieses “Frau sein” hört doch nicht irgendwann automatisch auf. Nein, es hört nur auf, wenn ich es aufgebe.Und warum sollte ich? Nur weil sich meine Form, meine Physiognomie verändert? Nö! Genauso wenig wie ich aufgehört habe, Mutter zu sein als meine Kinder aus dem Haus gingen, höre ich auf, Frau zu sein nur weil meine Östrogene schlapp gemacht haben. Und Schönheit verändert sich nur, sie geht nicht verloren. Glauben Sie aber bitte nicht, dass ich täglich eine halluzinogene Droge zu mir nehme, die die Realität von mir fernhält. Ich bin auch nicht damit einverstanden, so rundlich geworden zu sein, immer mehr Wehwehchen, manchmal auch Kraftlosigkeit zu bemerken und ich schaue auch manchmal völlig verdutzt in den Spiegel, weil ich mich echt anders in Erinnerung hatte.

Die schönen Seiten des Älterwerdens

 

Aber, dass Älterwerden hat so viel Freiheit, so viel Gelassenheit in mein Leben gebracht und mir das Loslassen gelehrt – darüber bin ich einfach nur froh und dankbar.

Bald habe ich wieder Geburtstag und es steht eine 6 vor der Null – ich freu mich drauf!

Ihre Gabriele

Es gibt wundervolle Gedanken zum Thema älter werden auf folgenden tollen Blogs: Viel Vergnügen:-))

24 thoughts on “Die schönen Seiten des Älterwerdens”

  1. Liebe Sigrid,
    da musste ich doch sofort schmunzeln: Ja, eine große Schwester zu haben ist sicherlich manchmal eine Herausforderung. Aber eine kleine Schwester zu haben. stelle ich mir auch nicht immer spaßig vor:-)) Umso schöner und wertvoller ist, was Du so treffend beschreibst: Heute von den vergangenen Erfahrungen zu profitieren und dies mit einer gehörigen Portion Neugierde auf die Zukunft. Das Älterwerden birgt so einen Schatz an Möglichkeiten – ich hätte es Dir früher nicht glauben können. Das muss man wohl tatsächlich selber erleben und zulassen.

    Liebes Schwesterherz, ganz lieben, lieben Dank für Deine so herzlichen Worte
    Deine kleine Schwester:-)
    Gabi

  2. Liebe Gabriele,
    nun komme ich erst heute dazu, Deinen Blog zu lesen und stelle erfreut fest, dass Du Deine große Schwester heute als Vorbild betrachtest. Das war sicher nicht immer so. Als Kind eine ratgebende Schwester zu haben, betrachtet man nicht immer positiv. Umso erfreulicher ist es, wenn man beim älter werden feststellt, wie ähnlich die Wertevorstellung ist und wie unterschiedlich sie sich darstellen kann. Wie schön, wenn unser Lebensweg uns die Chance lässt, dies zu erkennen.
    Liebe Gabriele, ich staune immer wieder über Deine Talente und bin begeistert, wie Du diese nutzt. Das heutige Thema in Deinem Blog nehme ich gerne zum Anlass, um Dir zu sagen: Du bist gut und ich bin stolz, Deine Schwester zu sein. Tja, warum wir beide keine Probleme mit dem älter werden haben, kann ich mir nur so erklären, dass wir ein gutes familiäres Fundament mit viel Liebe durch unsere Eltern erlebt haben. Probleme wurden angepackt, um sie zu lösen und nicht zu dramatisieren. Uns wurde vermittelt, dass wir nicht im Paradies leben und wir dazu beitragen können und müssen, um uns gut zu fühlen. Nie vergesse ich die kleinen Freuden in der Kindheit. Die Spaziergänge durch den herbstlichen Wald, schwimmen lernen im Fluss oder einfach die kleine Schwester aufwachsen zu sehen. Von Anfang an warst Du unser Sonnenschein. Unser Bruder Wolfgang und wir haben eine behütete Kindheit verlebt. Heute bin ich Oma und ich hoffe, dass meine Kinder und Enkelkinder auch einmal zufrieden und gerne zurückblicken werden. Ich freue mich an dem Neuen, was ich jeden Tag bewusst erlebe und stelle mich mutig den neuen Herausforderungen, denen ich neugierig begegne. Überrascht stelle ich fest, was man bewegen kann, wenn man es nur mit voller Überzeugung angeht. Tolerant, die Meinung Anderer nicht persönlich nehmen, ruhig seine eigenen Zielen verfolgen, all dies ist der Vorteil, älter zu werden und aus Erfahrungen zu lernen.
    Liebe Gabriele, ich freue mich noch auf viele schönen Stunden mit Dir und unseren Lieben.
    Herzlichst Deine Schwester Sigrid

  3. Liebe Petra, wie Du ja gelesen hast ist das mit der Gelassenheit ja so ein Ding. Angeflogen gekommen ist sie bei mir auch nicht. Rückblickend könnte ich sagen:Sie ergibt sich einfach irgendwie. Also, die Hoffnung nicht aufgeben:-))

    Ich danke Dir und ein wunderschönes Wochenende( in Köln? )
    Gabriele

  4. Liebe Gabrielle,
    wundervoll geschrieben.Ja Gelassenheit,da arbeite ich noch dran.Die Einstellung es ist wie es ist finde ich prima.Überhaupt seid ihr Kölner ja ganz entspannt,was ich jedesmal bewundere wenn ich meinen Sohn besuche der seit 2 Jahren in eurer wunderschönen Stadt lebt.
    Mach einfach weiter so.
    Liebe Grüße
    Pippi

  5. Liebe, liebe Romy, Deine Worte haben mich richtig berührt, denn Dein Empfinden dem Alter gegenüber sind mir wirklich vertraut. Ich kann Dich so gut verstehen. Die Gelassenheit, die möchte auch ich, um nichts in der Welt wieder hergeben.

    Danke Dir
    Deine Gabriele

  6. hallo Gabriele,
    ich lese schon seit einiger Zeit deinen Blog und er gefällt mir sehr gut. Du nennst viele positive Entwicklungen ganz klar mit dem Namen. Ich bin jetzt seit Anfang März 60, habe mich das ganze Jahr davor damit auseinandergesetzt um nochmals Bilanz zu ziehen und diese 60 als Stufe zu sehen, was noch verschwinden muss und was ich noch ausdrücklicher leben will.
    Und ich bin dabei. Ich habe wirklich eine gewisse Gelassenheit erworben (was früher überhaupt nicht kompatibel war, ich und gelassen), konnte endlich dieses oder jenes Negative loslassen, worüber ich mich sehr freue, denn im Nachhinein war dieses Negative eine grössere Last als ich dachte.
    Ich habe mir angeeignet den Moment, den Tag bewusst zu erleben, und es ist toll. Meine gottseidank sporadischen kleine Wehwehchen nehme ich nicht zu ernst und denke wirklich öfters: Diese aktuelle Gemütshaltung hätte ich eigentlich schon viel früher gebrauchen können, aber jetzt ist sie da und mir geht’s gut, sehr gut. Und diese innere Zufriedenheit strahle ich auch aus, sagt mir mein ganzes Umfeld. Also 60 ist ein tolles Alter und ich wünsche Dir dass es genauso schön wird wie bei mir.
    ein schönes WE
    Romy

  7. Hallo liebe Sylvia,
    vielleicht liegt es daran, dass um Ü50 so ein riesiger Hype besteht, die 60+ aber völlig unerwähnt bleibt. Da scheint es marketingseitig dann doch irgendwann mit dem Älterwerden loszugehen. Aber müssen wir uns dem fügen? Ich glaube, Trotz und Neugierde sind die besten Jungbrunnen, denn das optische Altern können wir ja eh nur bedingt beeinflussen. Also einfach nicht beirren lassen, oder?
    Sei lieb gegrüßt und bis bald
    Deine Gabriele

  8. Ach wie recht du hast liebe Gabriele. Ich bin glückliche Mittfünzigerin und glücklich damit. Denn das Alter hat wirklich auch Vorzüge ,wären da nicht die Wehwechen die sich einstellen. Aber ich wollte nicht mehr 30 oder 40 sein. Obwohl die 6 mir doch ein wenig Angst macht.
    Liebe Grüße
    Sylvia

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