Werbung [ohne Auftrag] – So manches Mal machen wir Dinge, die uns eigentlich nicht so ganz in den Kram passen. Oft ist es gar nicht das eigentliche aktive Machen, sondern eher das Hinnehmen von Gegebenheiten, von – war schon immer so! Vielleicht ist es nur die Form der lapidaren Ansprache “Hi” in einer beruflichen Mail. Letztendlich natürlich völlig unerheblich und dennoch empfinden wir es als respektlos und unangemessen. Und wie gehen wir damit um, wie grenzen wir uns gegenüber diesen Geschmacklosigkeiten ab? Ich finde, das ist gar nicht so einfach. Sie?

Wir machen das nicht mehr (mit)!

Das war doch schon immer so!

Das oben genannte Beispiel ist es vielleicht wirklich nicht wert, dass wir uns darüber aufregen. Sollten wir auch nicht, denn manches ist echt vergebliche Liebesmüh. Wir kennen ja alle den Satz … was Hänschen nicht lernt …! Aber da gibt es auch Redensarten, Umgangsformen, Blicke oder Verhaltensweisen von Menschen, die wir nicht unter ferner liefen, ablegen können. Menschen, denen wir immer wieder begegnen möchten, die wir wertschätzen, mögen oder sogar lieben. Die aus purem Gewohnheitsrecht die unmöglichsten Dinge raushauen, völlig gedankenlos vor sich hin sprechen und überhaupt nicht bemerken, wie unangenehm oder sogar verletzend ihre Worte sind. Geschweige denn ihr Benehmen. Oft ziehen wir uns einfach ein wenig zurück, weichen der Situation aus um es nicht eskalieren zu lassen.

Wir machen das nicht mehr (mit)!

In unserer Verletzlichkeit finden wir ja auch oft nicht die passenden Worte. Verpassen somit den Moment des entspannten Hinweises. Immer in der kindlichen Hoffnung, der Andere würde es vielleicht von selbst bemerken. Dem ist leider oft nicht so. Wir finden dann sogar Entschuldigungen, hinterfragen eher uns selber, als klipp und klar für uns festzulegen – so will ich das nicht! Woran mag das liegen?

Wir machen das nicht mehr (mit)!

Das Machen machen.

Liegt es an fehlender Willensstärke, dass wir uns dem nicht verwehren und klar unsere Erwartungen formulieren? Ich glaube nicht! Wir leben nicht in einem Vakuum, nicht in einem geschlossenen System, in welchem klar berechenbar ist, was rauskommt, wenn wir dies oder das eingeben. Es ist immer nur ein Puzzleteil. Letztendlich befürchten wir, dass wir mehr verlieren könnten, als wir durch unser Tun erreichen und lassen den Dingen einfach weiterhin ihren Lauf. Never change a running system! Es wird schon.

Wir machen das nicht mehr (mit)!

Ne, wird es leider nicht. Wir sollten aufhören es herunterzuspielen, es als olle Befindlichkeit zu betrachten und ihm nicht den Stellenwert zu geben, dem es zusteht. Wir tricksen uns nur selber aus. Und dann ist da auf einmal der Moment, wo es uns klar ist. In dem wir keine Sekunde verzögert die richtigen und klaren Worte finden. Weder aufgebracht, noch emotional stellen wir die Sache in unserem Sinne richtig. Manchmal brauchen wir einfach ein wenig Zeit.

“Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht”

(Deutsches Sprichwort)

 

Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Tag, liebe immerschöne. Und bis bald, denn ich glaube, dann gibt es auch großartige Neuigkeiten:-)

Ihre Gabriele

Outfit: Jacke KAFFE, Hose ZARA, Sneaker ADIDAS

14 thoughts on “Wir machen das nicht mehr (mit)!”

  1. Liebe Nicole, herzlichen Dank. Ich glaube, dass es bemerkenswert vielen Frauen so geht und das ist auch wirklich gut so.

    Lieben Gruß
    Gabriele

  2. Eine toller Post liebe Gabriele!
    Je älter ich werde umso weniger lasse ich mir gefallen, früher habe ich in vielen Dingen zurückgesteckt, damit ist aber vorbei!
    Liebe Grüße an dich und einen wunderbaren Nachmittag
    Nicole

  3. Absolut, liebe Claudia. Die Ruhe stellt sich ja oft auch schon ein, wenn man sich ganz sicher ist.

    Liebe Grüße und bis bald
    Gabriele

  4. Sinnvoller ist es auf jeden Fall, die Dinge so anzusprechen, ist aber nicht immer einfach! „Der Ton macht die Musik!“, je ruhiger und sachlicher man anspricht , desto besser. Emotionen haben in diesen Situationen nichts verloren!
    Tolle Location für schöne Fotos!
    Liebe Grüße,
    Claudia

  5. Liebe Susanne, glaubst Du nicht auch, dass wir durch unser Tun bereits andere ermutigen? Meines Erachtens ist ja gerade ein ehrlicher Hinweis eine sehr wertschätzende Angelegenheit. Dem fehlenden Umgang mit klaren Worten, können wir nur durch klare Worte begegnen und vielleicht lernen wir dann auch wieder um und beginnen wieder mit einem ehrlicheren Miteinander.

    Einen herzlichen Gruß und ganz lieben Dank
    Gabriele

  6. Je älter ich werde, umso deutlicher spreche ich unliebsame Dinge an. Ich mag mir einfach nicht mehr viel gefallen lassen! Erstaunlich oft bekomme ich positive Reaktionen. Viele denken ähnlich, trauen sich aber nicht, ihre Meinung zu vertreten. 1 Jahrzehnt political correctness hat uns nicht gut getan und einer halben Generation den Weg zu ehrlichem Miteinander verbaut. Ich frage mich oft, wie wir das wieder kitten können…
    Herzliche Urlaubsgrüsse,
    Susanne

  7. Toller Post liebe Gabriele!
    Ja frau hat ihre Grenzen, wenn die erkannt sind, ist es befreiend, das auszusprechen, was stört. Zum richtigen Zeitpunkt mit entspannten aber klaren Worten. Jawoll! Im Grunde ernten wir damit auch Respekt, es gilt nur, den Mut zu finden, klaree Grenzen verbal zu setzen.
    Einen schönen Tag lG sibylle

  8. Liebe Gunda, ich habe festgestellt, dass ich dann völlig klar sehe, mir die Worte selbstverständlich über die Lippen kommen und die Reaktion meines Gegenübers keine erhebliche Rolle mehr spielt. Wenn sich daraus ein konstruktives Gespräch ergibt- umso besser, wenn nicht, dann hatte es eh keinen Sinn.

    Liebe Grüße
    Gabriele

  9. Nach längerem Gedanken Hin- und Her plötzlich mit richtigen und klaren Worten sachlich die Situation richtig stellen?? – Wie schön wäre das. Inklusive anschließendem Eitel-Sonnenschein. Aber selbst, wenn man selbst denkt, man bekommt das jetzt tatsächlich so hin, sieht das Gegenüber es nicht unbedingt auch so. :-/

    Viele Grüße
    Gunda

  10. Und gerade da sind ja diese Übergrifflichkeiten so schmerzlich, liebe Gabi. Aber manchmal soll es dann einfach so sein. Wenn auch schade!

    Herzliche Grüße
    Gabriele

  11. Gabriele, ich gebe Dir so was von recht. Spricht man gewisse Dinge an wird man jedoch oft angeschaut als “was will die den? ” also gehe ich solchen Menschen eher aus dem Weg.
    Leider passiert das sogar in der eigenen Verwandtschaft in Form von Nichten oder Neffen.
    Sehr treffend geschrieben.
    Herzliche Grüße Gabi von lovemylife

  12. Ja liebe Ute, Ehrlickeit ist da nicht besonders gern gesehen. Aber wir sollten es auch einfach nicht mehr durchgehen lassen.

    Liebe Grüße und einen fröhlichen Dienstag
    Deine Gabriele

  13. Du sprichst mir aus der Seele. Ich habe angefangen, Dinge die mich stören anzusprechen, selbstverständlich in angemessener Form. Es ist nicht immer einfach und Frau macht sich nicht unbedingt beliebt. Aber sich heimlich zu ärgern ist keine Lösung und macht krank.

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